Warum ich die Canon EOS R3 bestellt habe

Vorgestern, am 14.09.2021 hat Canon die neue EOS R3 offiziell vorgestellt. Die Kamera richtet sich primär an Action- und Sportfotographen. Warum habe ich als Hybrid-Shooter (Foto & Video) dann die R3 bestellt?


Bildquelle: Canon

Kurzvorstellung: Was kann die R3?


Die Canon EOS R3 ist eine 24.1MP, spiegellose ILC (Interchangeable Lens Camera). Sie steht rangtechnisch zwischen der Canon EOS R5 (als Nachfolger der EOS 5D-Reihe) und einer hypothetischen Canon EOS R1 (als Vergleichsmodell der EOS 1D-Reihe). Das heißt, bei der R3 handelt es sich definitiv um eine Profi-Kamera. Auf der Foto-Seite heißt das unter anderem 30 FPS (elektronischer Shutter). Alle technischen Daten der R3 gibt es bei Canon: https://www.canon.de/cameras/eos-r3/


Warum kaufe ich mir die R3, wenn es doch beispielsweise eine Canon C70 oder eine RED Komodo gibt, die als Profi-Videokameras gelten?


Wie gesagt bezeichne ich mich selbst als Hybrid-Shooter. Das heißt, ich produziere sowohl Foto- als auch Videoinhalte. Weder die C70 noch die RED Komodo können fotographieren. Aber macht das die R3 zwangsläufig zu einer schlechteren Filmkamera? Meiner Meinung nach auf keinen Fall! Gerne verweise ich an dieser Stelle auf das Video von Gordon Laing, der sich die Foto- und Videoqualität der R3 mit seinem Pre-Production Modell genauer angeschaut hat. Das Ergebnis: Beeindruckendes 4K, das im "normalen" Modus bereits mit dem "HQ" (oversampled) 4K der R5 mithalten kann. Darüber hinaus nicht das Canon-übliche 30 Min. Recording Limit und deutlich weniger Überhitzungsrisiko durch den größeren Body (wobei mir meine R5 noch nie überhitzt ist)... Ein weiteres Plus aus meiner Sicht ist 6K RAW. Ja - die R5 kann theoretisch mit einer größeren Auflösung (8K) arbeiten, aber mal ganz ehrlich: Wer kann bzw. will aktuell intensiv mit 8K arbeiten? Mal abgesehen von dem massiven Speicherbedarf gäbe es in meinen Produktionen keinen Mehrwert durch 8K. Mit 6K sieht das schon anders aus - natürlich ist es auch hier mehr Speicherplatz, aber eben nur halb so viel wie eine 8K Produktion.

Ein weiterer massiver Vorteil: Vollformat. Weder die C70 noch die RED Komodo haben Vollformat, Beide Kameras arbeiten mit einem Super 35mm-Sensor. Grundsätzlich nichts verkehrtes und in der Videoproduktion durchaus üblich, allerdings ist das ganze auch mit nicht unerheblichen Mehrkosten verbunden, wenn man eigene Objektive nutzen will. Durch den 1,6x Crop bräuchte ich andere Brennweiten, um die Selbe effektive Brennweite zu erhalten.


Darüber hinaus sind meine Erwartungen an den Autofokus extrem hoch gesteckt. Die R5 hat bereits einen unglaublich guten Autofokus, deutlich besser als C70/ Komodo. Die R3 wird nochmal eine Stufe besser und ergänzt Autofokus-Erkennung für Fahrzeuge.


Was stört mich bisher an der R3? Ich hätte mich gefreut, wenn interne ND-Filter den Weg in die neue Kamera gefunden hätte, wobei das für Foto-Kameras weniger das Thema ist wie im reinen Videobereich. Darüber hinaus wäre ich über LP-E6NH Akkus froh gewesen. Im Gegensatz zu vielen anderen habe ich mit der Auflösung kein Problem.


Lange Rede, kurzgefasst: Ich freue mich schon sehr auf meine R3, die aber leider vrs. erst Mitte/ Ende November kommen wird.


Kein Geheimtipp: Schaut echt das R3-Video von Peter McKinnon an. Der reine Wahnsinn!





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